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“-= ich scheiß aufs abi und werde pirat =-” & leichte Abschweife

15 Juni 2008 Ein Kommentar Geschrieben von Fabian

Na wer von euch kennt diese Svz-Gruppe?
Ist eigentlich auch egal, nur ich glaube sie spiegelt ziemlich genau meine Lebenseinstellung dar… Okay vielleicht könnte man den Spruch noch mit den Gruppen “Ach, fick dich!” und “Don’t cry… say ‘fuck you’ and smile” kombinieren. Aber im Endeffekt kommt das gleiche raus: Ich mache mir fast keine Gedanken darüber was morgen in unabsehbarer Zeit passiert.
Ich meine: Hey warum soll ich mir jetzt über mein Leben in 20-30 Jahren Sorgen machen? Wer sagt denn, dass ich da nicht schon längs von einem Auto überfahren wurde oder ich nicht von einem der zahlreichen, ungeheuer gefährlichen, den Weltfrieden bedrohenden Terroristen wahlweise erschossen, erstochen, erschlagen oder durch eine Autobombe oder einen Selbstmordanschlag umgebracht wurde. Die Bedrohung in Deutschland nimmt ja nach der Meinung unserer Regierung immer mehr zu.
Ich schweife ab…

Von allen Erwachsenen bekommt man erzählt, man solle fleißig in der Schule lernen damit man später einen guten Beruf erlernen könne und dann viel Geld verdient. Sogar unsere „Familien-Kultur“ ist darauf aufgebaut indem die Großeltern einem Geld schenken wenn man von den tollen Arbeiten, Klausuren oder sonstigen Erfolgen erzählt und auch die Eltern sind bei guten Zeugnissen oft sehr spendabel.
Aber was ist Geld schon wert? Klar ich kann jetzt schlecht bestreiten, dass ich es nicht schön finde wenn ich weiß, dass ich mir jetzt irgendetwas kaufen kann, und es gibt Dinge da bin ich echt glücklich, dass ich sie gekauft habe. Mit meinen Kopfhörern hat sich beispielsweise der Musik-Hör-Genuss ungefähr verdreifacht. (Gute Kopfhörer kann ich übrigens nur empfehlen ;) )

Aber machen Geld und die damit verbundenen Einkäufe glücklich?

Glücksgefühle habe ich jedenfalls noch keine verspürt wenn ich die Kopfhörer nur aufsetze. Und wenn bei jemandem doch so ein Gefühl aufkommen sollte dann kann ich der Person nur sagen, dass das wahrscheinlich an der Musik liegt die gerade läuft.

Glücklich. Wann ist man das?

Ich glaube, dass ist bei jedem Menschen anders. Ich selber bin glücklich wenn ich Sport mache und dabei alles andere vergesse. Mich einzig und alleine auf die Übung konzentriere.
So wie andere Menschen aus ihren Haustieren Kraft schöpfen, sich den Tieren anvertrauen, mit ihnen reden und sich um sie kümmern, so nehme ich diese Kraft aus dem Sport.
Wenn man nachts durch den Wald joggt, sich keine Gedanken darüber macht, dass man am nächsten Tag übermüdet sein wird und man auch nicht daran denkt, was passiert wenn die Eltern ins Zimmer kommen sollten und nur einen Zettel sehen wo draufsteht „Bin joggen.“ . Wenn man diese Gedanken an die Seite schiebt und sich nur darauf konzentriert einen Fuß vor den anderen zu setzen und dabei die Natur ringsherum zu beobachtet, dann fühlt man sich frei.

Doch ist Frei-Sein wirklich Glücklich-Sein ?
Ich finde schon! Es gibt nichts Schlimmeres für mich als wenn ich von anderen gesagt bekomme was genau ich zu tun und zu lassen habe. (Ratschläge sind aber natürlich gerne Willkommen.)

Kommen wir doch nochmal auf einen in diesem Text bereits ganz leicht angeschnittenen Punkt zurück: Lernen.
Als Schüler steht man durchschnittlich gegen 6 Uhr 45 auf, geht zur Schule, kommt gegen 2 Uhr wieder nach Hause und darf dann noch Hausaufgaben machen. Streber Fleißige Schüler sind dann mit allem um ungefähr zwischen 18-19 Uhr fertig.
Wenn man jetzt bedenkt, dass man, theoretisch gesehen, jeden Moment sterben könnte, ist es doch vollkommen sinnlos, dass man sich für die Schule abrackert oder?
Natürlich gibt es auch die ziemlich große Chance, dass man locker über 70 Jahre alt wird. Aber will man das wirklich? Ich hege jetzt keine Selbstmord Gedanken, aber ich verspüre nicht den allzu großen Drang mich später mal dank Altersschwäche von anderen rund um die Uhr versorgen lassen zu müssen.
Es gibt noch so einige Dinge die ich gerne machen würde bevor ich sterbe und ich hege auch nicht den Wunsch zu sterben sobald der letzte Punkt abgearbeitet ist, doch glaube ich danach sagen zu können, dass ich alles erreicht habe was ich erreichen wollte und dass ich im Ernstfall keine wirkliche Angst vor dem Tod haben werde.

Ich glaube ich rede mal wieder knapp am Thema vorbei hier also die Kurzfassung von dem was ich eigentlich sagen wollte:

Ich schmiede keine genauen Zukunftspläne sondern lasse alles langsam auf mich zukommen. Warum sich selber mit einer möglichen schlechten Zukunft Panik machen?

Genaue Pläne sind meistens etwas für Amateure die Angst vor dem Unbekannten haben.
Eine “Zur-Not-werde-ich-halt-Pirat”-Einstellung hilft zwar z.B. nicht unbedingt in der Schule aber es lässt sich erheblich unverkramfter Leben. ;)
Und Leben ist doch eigentlich das was wir alle wollen oder?

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Ein Kommentar »

  • Tanja said:

    also erstens schreibt man eigentlich mit t :P aber das ist ja nicht so wichtig für den inhalt des textes :D also ich finde du hast eigentlich recht mit dem was du sagst aber trotzdem finde ich sollte man sich schon gedanken darüber machen was man später mal machen will oder so etwas…weil im endeffekt haben die eltern ja recht mit dem was sie sagen..also zB das wenn man nicht so eine gute schulausbildung hat man schlechtere chancen auf dem arbeitsmarkt hat…das mag für manche vielleicht spießig sein oder so aber wenn man das mal bedenkt haben sie recht…hm..was will ich eigentlich sagen? xD ……..hm…..also du hast ne gute lebenseinstellung fabian :P

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